Hallo zusammen!
Ich liebe Zeichentrickfilme und bin der Meinung, dass Cartoons für die ganze Familie gedacht sein sollten – damit Eltern und Kinder gemeinsam zuschauen und Spaß haben können. Für mich zählen positive Stimmung, ansprechende Bilder, humorvolle Momente oder lehrreiche Szenen. Schwere, bedrückende Cartoons, bei denen man sich unwohl fühlt, passen nicht in mein Repertoire. Der sowjetische Kurzfilm \"I mama menja prostit\" liegt genau in dieser Schublade – ein depressiver Film, der für Kinder völlig ungeeignet ist.
Allgemeine Informationen:
Typ des Films: animiert
Vorlage: Gedicht \"Obida\" von Emma Moschkowskaja
Premiere: 1975
Studio: \"Soyuzmultfilm\"
Land: UdSSR
Länge: 9 Minuten 40 Sekunden
\n\nFilm beginntDer Kurzfilm ist eine Verfilmung des Gedichts von Emma Moschkowskaja \"Obida\". Schauen wir uns das genauer an.Meine Meinung und Überlegungen:
Ich habe meine Mutter beleidigt,
Jetzt nie mehr
Verlassen wir gemeinsam das Haus,
Wir gehen nirgendwo mehr zusammen hin.
Im Film wird der Text von einer kindlichen Stimme vorgelesen, was sofort Fragen aufwirft: Warum beleidigt das Kind seine eigene Mutter? Was hat es dazu bewogen? Die Mutter ist doch die engste Bezugsperson, die man lieben und schätzen sollte. Im Film sieht man, wie sie ihrem Sohn zum Geburtstag einen weichen Teddybären schenkt, ihn in eine Schachtel legt und überreicht.
\n\nMutter\n\nSohnWie reagiert der Junge? Er tritt den Teddybär mit dem Fuß weg und wirft ihn achtlos beiseite – ein klares Zeichen von Respektlosigkeit gegenüber der Mutter. Selbst wenn ihm das Spielzeug nicht gefällt, hätte er zumindest so tun können, als würde er sich freuen. Warum also so grob mit einem weichen Geschenk umgehen? Das wirkt ungezogen und verwöhnt, und das Kind scheint die Folgen seines Handelns weder für sich noch für die Mutter zu bedenken.
\n\nMUTTEREr hat seine Mutter regelrecht zu Tränen gerührt. Was mir wirklich leid tut, ist die Mutter, die ein solches Verhalten überhaupt nicht verdient hat. Solche Kinder brauchen klare Grenzen, damit sie lernen, ihre Mütter zu schätzen und zu respektieren.
Sie wird nicht aus dem Fenster winken,
Ich werde auch nicht winken,
Sie wird nichts erzählen,
Ich werde auch nichts erzählen…
Ich nehme den Rucksack über die Schulter,
Finde ein Stück Brot,
Suche einen stärkeren Stock,
Und ziehe in den Wald!
\n \n\n\n\n\n\nAb diesem Moment will ich genauer darauf eingehen – ich bin empört. Der Ärger ist vielschichtig: Schmerz, Enttäuschung, Wut, Angst, Selbstmitleid und so weiter. Dieses Gefühl entsteht nicht von allein, wir lernen es bereits in der Kindheit. Ärger belastet nicht nur die Psyche, sondern auch den Körper. Bei mir löst er Bauch‑ oder Kopfschmerzen aus, bei anderen führt er zu Schwäche. Jeder reagiert anders. In diesem Zeichentrickfilm beleidigt ein Junge seine Mutter in sehr grober Weise und entscheidet dann, dass die einzig sinnvolle Lösung darin besteht, sich innerlich zu zerreißen und nicht mit der Mutter zu reden, obwohl klar ist, dass er im Unrecht war.
\n \n\n\n\n\n\nAm Ende läuft er einfach in den Wald – weg von allem, und das war's. Er quält sich weiter, bemitleidet sich selbst und hofft, dass die Mutter ihm verzeiht. Auch für die Mutter ist das keine leichte Situation.
\n \n\n\n\n\n\nSo etwas darf man Kindern nicht beibringen! Kinder sollten lernen zu vergeben, sich zu entschuldigen, selbst wenn sie im Unrecht sind, und nicht in dummen Gedankenkreisen wie \"Ich gehe weg\", \"Niemand versteht mich\" stecken bleiben. Aus solchen Kindern entstehen dann Nörgler.
\n \n\n\n\n\n\nDer Film ist wirklich schwer verdaulich. Die Produktion war ein großer Fehlgriff, und das zugrunde liegende Gedicht ist ebenfalls belastend.
\n \n\n\n\n\n\n \n \n\n\n\n\n\nIm Film läuft der Junge sogar auf eine Baustelle. Ein kleiner Junge auf einer Baustelle – das muss man sich ausdenken. Wie überlebt er dort? Seltsam.
\n \n\n\n\n\n\n \n \n\n\n\n\n\nIch empfehle diesen Film absolut nicht. Beim Ansehen überwiegen durchweg negative Gefühle, und ein unangenehmer Nachhall bleibt zurück. Der Film vermittelt das Falsche. So etwas sollte Kindern nicht gezeigt werden. Stattdessen sollten sie liebevolle Filme über Freundschaft, Liebe und spannende Märchen sehen.
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