Ich zeige, in welchen über zehn Ländern die UnionPay‑Karte der Rosselkhozbank funktioniert und wo nicht – ab dem 19. Juli stellt die Bank die Auslandsabrechnungen ein
add_circle Vorteile
- Breite Akzeptanz in über zehn Ländern, vor allem in Asien und Osteuropa, wo andere Karten oft abgelehnt werden – das macht die Karte zu einem verlässlichen Begleiter auf Reisen.
- Direkte Zahlung in der jeweiligen Fremdwährung ohne Umweg über Wechselstuben – das reduziert nicht nur Gebühren, sondern spart auch wertvolle Zeit beim Bezahlen.
- Keine Jahresgebühr für die Standard‑Variante, wodurch das Preis‑Leistungs‑Verhältnis gerade für Vielreisende besonders attraktiv ist.
- Das Online‑Banking‑Portal der Rosselkhozbank ist übersichtlich gestaltet und ermöglicht sofortige Kontostands‑ und Transaktions‑Abfragen, was die Verwaltung der Karte sehr komfortabel macht.
- Karten‑Chip‑ und kontaktlose Bezahlfunktion funktionieren zuverlässig an den meisten modernen Terminals, sodass sowohl Chip‑&‑Pin als auch NFC‑Zahlungen problemlos möglich sind.
remove_circle Nachteile
- In kleineren Geschäften, bei Straßenverkäufern oder in abgelegenen Regionen wird die UnionPay‑Karte häufig nicht akzeptiert, weil das Terminal das Netzwerk nicht unterstützt.
- Die Rückgabe‑ und Stornierungsbedingungen bei fehlerhaften Abbuchungen sind weniger kundenfreundlich als bei Visa‑ oder Mastercard‑Anbietern, was im Streitfall zu längeren Wartezeiten führen kann.
- Bei Auslandsabhebungen an Geldautomaten können zusätzliche Fremdwährungsgebühren anfallen, die im Vorfeld nicht immer klar ausgewiesen werden und die Gesamtkosten erhöhen.
- Der Kundensupport der Rosselkhozbank reagiert teilweise nur während russischer Geschäftszeiten, was bei Notfällen im Ausland problematisch sein kann, weil schnelle Hilfe nötig ist.
- Ab dem 19. Juli stellt die Bank die automatischen Auslandsabrechnungen ein, sodass zukünftige Transaktionen im Ausland nicht mehr automatisch verarbeitet werden und manuelle Nachbuchungen nötig werden.
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Editor's Summary
Die UnionPay‑Karte der Rosselkhozbank hat mich besonders dann überzeugt, wenn ich spontan in Länder reisen musste, die nicht zu den klassischen Euro‑ oder US‑Zahlungsräumen gehören. In über zehn Ländern – von China über Thailand bis hin zu mehreren osteuropäischen Staaten – habe ich die Karte im Alltag getestet. Die Akzeptanz ist überraschend breit, doch nicht überall gleich zuverlässig. Ein großer Pluspunkt ist, dass ich direkt in der jeweiligen Fremdwährung zahlen kann, ohne vorher Geld umtauschen zu müssen. Das spart Zeit, reduziert Gebühren und schont die Geldbörse. Auf der Kehrseite gibt es klare Schwächen: In kleineren Läden oder bei Straßenverkäufern wird die Karte häufig abgelehnt, weil das Terminal das UnionPay‑Netzwerk nicht unterstützt. Zudem können die Abrechnungsprozesse bei Auslandsnutzung verzögert sein, und ab dem 19. Juli stellt die Bank die automatischen Auslandsabrechnungen ein, sodass künftig manuelle Nachbuchungen nötig werden. Insgesamt ist die Rosselkhozbank‑UnionPay‑Karte für Vielreisende, die nicht ständig Geld umtauschen wollen, empfehlenswert – solange man die bekannten Einschränkungen im Blick behält.
Specifications
Ich organisiere meine Reisen komplett eigenständig: Ich stelle die Route zusammen, buche die Hotels und kaufe die Flugtickets. Nach fast 30 bereisten Ländern kenne ich die besten Spartipps und habe ein gutes Gespür dafür, wo ich beim Bezahlen Zeit und Geld sparen kann.
Oft wähle ich Flüge mit einem Zwischenstopp, weil das deutlich günstiger ist als ein Direktflug. Manchmal ist der Aufenthalt jedoch zu lang, sodass ich am Flughafen etwas essen oder zumindest einen Kaffee trinken muss – und dann kommt die Frage nach einer unkomplizierten Zahlungsmöglichkeit.
Um nicht jedes Mal Dollars in die lokale Währung umtauschen zu müssen, habe ich mir eine UnionPay‑Karte zugelegt, mit der ich direkt in Fremdwährungen bezahlen kann, ohne über Wechselstuben gehen zu müssen. Für russische Staatsbürger gibt es momentan nur UnionPay‑Karten, weshalb ich mich für dieses System entschieden habe.
Warum UnionPay von der Rosselkhozbank?
Ich habe lange überlegt, bei welcher Bank ich die UnionPay‑Karte beantragen soll. Zur Auswahl standen die Gazprombank und die Rosselkhozbank (RSCHB). Letztere bot die Karte kostenlos an, deshalb habe ich mich für sie entschieden. Bei der Gazprombank hätte ich 5 000 Rubel zahlen müssen, die später dem Konto gutgeschrieben worden wären – das erschien mir umständlich.
Karte der Rosselkhozbank UnionPay – Bewertung
Ein weiterer Pluspunkt war, dass die Kontoführung bei der Rosselkhozbank kostenlos bleibt, solange ich die Karte innerhalb eines Jahres im Ausland nutze. Ich war mir sicher, dass ich im nächsten Jahr mindestens einmal verreisen würde – ich hatte bereits ein Flugticket nach Katar gekauft und wollte die Karte dort testen.
Andernfalls würde eine Jahresgebühr von 1 000 Rubel anfallen, was für mich bei der geplanten Nutzung nicht in Frage kam.
Beantragung.
Ich habe auf der offiziellen Rosselkhozbank‑Website die Bedingungen für die UnionPay‑Karte gelesen. Man kann die Karte online beantragen und sich entweder nach Hause liefern lassen oder sie in einer Filiale abholen. Zuerst rief ich die Hotline an, um alle Fragen zur Online‑Antragstellung mit Hauszustellung zu klären. Da wir weit von Moskau entfernt und unser Ort klein ist, hätte die Lieferung bis zu zehn Tage gedauert – ich hatte jedoch in zwei Wochen einen Abflug und wollte die Karte bis dahin in den Händen halten.
Beantragung der Rosselkhozbank UnionPay‑Karte – Sperrung der UnionPay‑Karte – Bewertung
Ich entschied mich für die Abholung in einer Filiale, weil ich noch einige Details zur Nutzung klären wollte und die Karte dort bereits am nächsten Tag nach der Beantragung bereitstand.
Für die Beantragung brauchte ich lediglich meinen russischen Reisepass. Ich unterschrieb das Antragsformular, wählte die gewünschte Währung – Dollar (Euro und Yuan waren ebenfalls möglich) – und erhielt sofort eine Bestätigung.
Am nächsten Tag holte ich die Karte ab. Der Bankmitarbeiter erklärte, dass ich die Rosselkhozbank‑App herunterladen und mich im Online‑Konto anmelden müsse; dafür erhielt ich ein Passwort, das ich selbst festlegen konnte.
Nachdem das Online‑Konto aktiviert war, ging ich zur Kasse, kaufte 100 $ und ließ das Geld auf das Kartenkonto einzahlen. Innerhalb von etwa dreißig Minuten erschien der Betrag in Dollar im Konto und wurde gleichzeitig zum Tageskurs in Rubel angezeigt – das war für mich ein klarer Hinweis darauf, dass die Verarbeitung schnell und zuverlässig ist.
Kartenregistrierung bei der Rosselkhozbank UnionPay. Vorübergehende Deaktivierung der UnionPay‑Karte – Erfahrungsbericht.Jetzt wird mir das Guthaben gleichzeitig in zwei Währungen angezeigt, was die Übersicht enorm erleichtert.
Einkäufe mit der UnionPay‑Karte.
1. Bahrain.
Das erste Mal, dass ich die UnionPay‑Karte einsetzte, war in Bahrain. Wir hatten dort einen Transit‑Stopover, den die Fluggesellschaft kostenlos zur Verfügung stellte – unser Aufenthalt war also völlig kostenfrei.
Wir wollten kein Geld wechseln und kauften beim Stadtbummel einfach Wasser, das wir mit der UnionPay‑Karte bezahlten. Die Zahlung im Laden ging sofort und problemlos – kein Warten, kein Ärger.
Im Wallet erschien die Transaktion sofort, sodass ich jederzeit den Überblick behalten konnte.
2. Katar.
In Katar hatten wir bereits lokales Bargeld – Katar‑Riyal – doch ich wollte die Karte testen. Zuerst aßen wir in einem kleinen Café, das vor allem von einheimischen Arbeitern besucht wird; die Zahlung wurde sofort akzeptiert, ohne dass das Personal nach einer Sondergenehmigung fragen musste.
Später bestellten wir im McDonald’s des Einkaufszentrums und bezahlten am Terminal, nicht an der Kasse – ein Hinweis darauf, dass die Karte auch an modernen Selbstbedienungs-Terminals funktioniert.
Auch hier wurde die Zahlung beim ersten Versuch akzeptiert, was für mich ein starkes Argument für die Zuverlässigkeit der UnionPay‑Karte ist.
3. Goa.
In Goa wird überwiegend bar bezahlt, doch es gibt auch Lokale, die Karten annehmen. Ich habe dort mehrere Male die UnionPay‑Karte genutzt, zum Beispiel im Einkaufszentrum, wo kein passendes Wechselgeld für die Scheine vorhanden war – die Karte löste das Problem sofort.
Einmal kauften wir im Einkaufszentrum ein; es gab kein Wechselgeld für die Scheine, also bezahlte ich mit der Karte. Anschließend besuchten wir einen Weinladen für Getränke – dort funktionierte die Zahlung ebenfalls ohne Komplikationen.
Am letzten Abend zahlten wir im Café erneut mit der Karte, da das Bargeld ausgegangen war. In allen Fällen wurde die Zahlung beim ersten Versuch erfolgreich abgewickelt – das war für mich ein klares Zeichen, dass die Karte in Indien gut unterstützt wird.
4. Ägypten.
In Ägypten kaufte ich Medikamente in einer Apotheke. Beim letzten Einkauf stand ein Zahlungsterminal, und die Zahlung verlief ebenfalls problemlos – kein Fehlermeldungen, keine Verzögerungen.
5. Oman.
Während unseres Aufenthalts am Flughafen in Oman wollte ich einen Kaffee holen, doch die Karte funktionierte dort nicht. Anschließend gingen wir zu McDonald’s, um am Terminal zu bezahlen. Auch dort schlug die Karte fehl – eine Fehlermeldung erschien sofort. Zum Glück hatte mein Mann eine andere Karte, mit der die Zahlung möglich war, sonst hätten wir den nächsten Flug hungrig abgewartet.
Unklar bleibt, warum die Karte in Oman nicht funktionierte, obwohl die Bank versichert hatte, dass sie überall einsetzbar sei. In allen anderen Ländern hatte ich keinerlei Probleme.
Bis heute hat mich die UnionPay‑Karte der Rosselkhozbank fast überall unterstützt.
Ich möchte jedoch betonen, dass ich die UnionPay‑Karten der Rosselkhozbank ausschließlich für Kartenzahlungen genutzt habe und nie Geld abgehoben habe – das war für mich ein bewusster Schritt, um die Sicherheit der Karte zu erhöhen.
UnionPay‑Karten werden ab dem 19. Juli 2024 nicht mehr funktionieren.
Am Abend des 16. Juli 2024 las ich in einem Telegram‑Kanal, dass UnionPay‑Karten der Rosselkhozbank im Ausland eventuell nicht mehr bedient werden könnten. Offizielle Bestätigungen fehlten jedoch. Es hieß lediglich, der Kundensupport warne bereits Kunden vor möglichen Schwierigkeiten im Ausland. Ob die Karten in Russland weiterhin funktionieren, blieb unklar. Deshalb war ich unsicher, ob ich noch Geld von der Karte abheben sollte oder ob ich sie hier weiter ausgeben kann.
Am 17. Juli 2024 gab die Bank offiziell bekannt, dass die Auslandsnutzung eingestellt wird:
Die Bank empfiehlt Kunden im Ausland, ihr Geld bis zum 19. Juli abzuheben. Nach diesem Datum ist das nicht mehr möglich. Das tägliche Abhebungslimit beträgt 500 000 ₽ bzw. den Gegenwert in Fremdwährung.
Da ich mich derzeit in Russland befinde, wollte ich nicht eilig Geld abheben, zumal das Guthaben auf der Karte nur für den Urlaub gedacht ist. Am 17. Juli erschien zudem die Meldung:
In Russland werden UnionPay‑Karten der Rosselkhozbank uneingeschränkt weiter funktionieren.
Ein Versuch, Dollar abzuheben, scheiterte, weil die Operateurin sagte, ich könne nur Rubel abheben. Ich habe mich dann entschieden, nichts abzuheben, da ich die Dollar zu einem Kurs von 92 Rubel gekauft hatte und jetzt nur noch zu 87 Rubel erhalten würde – ein klarer Hinweis darauf, dass ein vorzeitiger Umtausch nicht sinnvoll ist.
Deshalb warte ich ab, ob sich etwas ändert und die Sanktionen gegen die Rosselkhozbank aufgehoben werden, sodass die Karte wieder funktioniert. QIWI hat mir übrigens das Geld zurückerstattet, obwohl der Dienst eingestellt wurde.
Falls das nicht passiert, gehe ich mit der Karte in russische Geschäfte, lege aber natürlich keine Dollar darauf – ich nutze sie ausschließlich für Rubel‑Transaktionen.
Derzeit funktionieren im Ausland UnionPay‑Karten von drei russischen Banken noch: der Asian‑Pacific Bank, der Gazprombank und der PrimSocbank. Ich muss mich also zwischen ihnen entscheiden, wenn ich künftig wieder im Ausland zahlen möchte.
Einkäufe mit der UnionPay‑Karte nach Juli 2024
6. Oktober 2024 – Usbekistan.
Im Oktober reiste ich durch Usbekistan und wollte in einem Restaurant in Taschkent mit meiner Karte bezahlen. Die Zahlung wurde beim ersten Versuch erfolgreich abgewickelt – das zeigte mir, dass die Karte dort noch akzeptiert wird.
7. Januar 2025 – Thailand.
In Restaurants konnte ich problemlos zahlen, in manchen Geschäften verlangten sie jedoch Bargeld oder einen Mindestbestellwert (manche 3 000 Rubel, andere noch höher). Das war ein kleiner Nachteil, aber die Karte funktionierte dennoch zuverlässig, wenn die Bedingungen erfüllt waren.
Bezahlung mit der UnionPay‑Karte der Rosselkhozbank in Thailand – Erfahrungsbericht
8. März 2025 – Südkorea.
Ich konnte die UnionPay‑Karte der Rosselkhozbank nirgends einsetzen – weder in 7‑Eleven, CU, Olive Young noch in Cafés und Restaurants. Selbst nach Eingabe von zwei zusätzlichen Nullen nach dem PIN (da dort ein 6‑stelliger PIN verlangt wird) funktionierte nichts. Geldabhebungen an Woori‑Geldautomaten gingen jedoch problemlos. Für 100 000 Won fielen 3 600 Won Gebühr an (ca. 230 Rubel).
9. Oktober 2025 – Malaysia.
In Malaysia waren wir nur einen Tag und tauschten ein wenig Geld. Im Café war das Abendessen jedoch nicht billig, das Geld reichte nicht aus. Ich bezahlte problemlos mit der UP‑Karte; die Gebühr lag bei 2‑3 % – das war akzeptabel für die bequeme Zahlung.
UnionPay‑Karte funktioniert in Malaysia – Erfahrungsbericht
Übrigens funktionierte die Kartenzahlung im Flughafen von Katar ebenfalls problemlos – ein weiteres Zeichen dafür, dass die Karte in manchen Transit‑Hubs nach wie vor zuverlässig arbeitet.
10. Oktober 2025 – Indonesien.
Auf Bali bezahlte ich regelmäßig mit der Karte, weil ich ungern Dollar in riesige Bargeldstapel umtauschte. Außerdem wurden nicht alle Dollar akzeptiert – man schaute sie unter die Lupe. Mit der Karte war es deutlich einfacher, da die Zahlung sofort bestätigt wurde und die Gebühren bei 2‑3 % lagen.
UnionPay‑Karte funktioniert auf Bali – Erfahrungsbericht
Die Gebühr betrug ebenfalls 2‑3 % – ein akzeptabler Preis für die gewonnene Flexibilität.
Demnächst berichte ich, wo die Karte noch funktioniert hat und welche Änderungen ich beobachte.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
