Niedliche Geschichte, aber ein Problem stört mich
add_circle Vorteile
- Eine warmherzige Story, die schön ausklingt.
- Knallige Boho‑Dekos sorgen für ein sofortiges Wohlfühl‑Ambiente.
- Das Interieur besticht durch warme Erdtöne, viele Pflanzen und gemusterte Kissen.
- Detailreiche Sets und stimmige Lichtsetzung zeigen die hohe Produktionsqualität.
- Der Soundtrack passt perfekt und unterstreicht die gefühlvolle Stimmung.
- Leicht zu folgen – ideal für einen entspannten Abend.
- Preis‑Leistung stimmt für alle, die streamen.
remove_circle Nachteile
- Colin Firth wirkt in seiner Rolle oft übertrieben und etwas gezwungen.
- Der „Gottvater“-Typ bringt mehr Ärger als Nutzen.
- Nanny McFies eigenwilliges Aussehen lenkt vom Gesamtkonzept ab.
- Manche Szenen sind zu kitschig und wirken nicht echt.
- Das Erzähltempo zieht sich an manchen Stellen.
- Die Nebenfiguren bleiben flach.
- Es gibt kaum überraschende Wendungen – alles ziemlich vorhersehbar.
Galerie

Editor's Summary
Die Serie punktet mit einer richtig niedlichen, herzerwärmenden Story und einem glücklichen Abschluss, der noch nachhallt. Die knalligen Boho‑Dekos und das gemütliche Interieur schaffen sofort ein Wohlfühl‑Feeling. Colin Firth wirkt allerdings etwas gezwungen, und Nanny McFie sticht mit ihrem ungewöhnlichen Aussehen negativ hervor. Insgesamt sehenswert, aber ein paar unpassende Charaktere trüben den Glanz.
Specifications
Insgesamt handelt es sich um eine wirklich niedliche, herzerwärmende Geschichte, die mit einem glücklichen Ende abschließt. Was sofort ins Auge springt, sind die farbenfrohen, fast schon knalligen Dekorationen und das Interieur im Boho‑Stil – warme Erdtöne, gemusterte Kissen, hängende Pflanzen und ein insgesamt gemütliches Ambiente. Genau diese liebevoll gestaltete Umgebung hat mich dazu gebracht, dran zu bleiben und die Handlung weiter zu verfolgen.
Colin Firth wirkt in meiner Wahrnehmung etwas gezwungen und übertrieben. Man hat das Gefühl, er legt sich ein Stück zu sehr ins Zeug – vielleicht ist das ja sein Markenzeichen, aber hier wirkt es eher deplatziert. Sein Charakter ist zudem ein richtiger Traumpapa, quasi ein „Gottvater‑Typ“, der in der Geschichte mehr Schaden anrichtet, als er hilft.
Der Moment, der mich wirklich irritiert hat, ist die Entwicklung der Figur Nanny McFie. Beim ersten Auftritt, als das Haus noch ein einziges Chaos ist, erscheint sie mit Warzen im Gesicht, einer langen, dicken Nase, einer monolithischen Augenbraue und einem hervorstehenden Vorderzahn – ein Bild, das man nicht so schnell vergisst. Sobald sich die Lage verbessert, wandelt sich ihr Aussehen nach und nach, und als sie schließlich die Magd heiratet, präsentiert sie sich plötzlich als attraktive, junge Frau.
Damit entsteht für Kinder – und das ist ja schließlich ein Kinderfilm – ein klares, aber problematisches Bild: Unattraktive Merkmale werden mit Negativem verknüpft, während Schönheit automatisch mit Positivem und Glück gleichgesetzt wird. Das halte ich für einen ziemlich irreführenden Ansatz, der nicht gerade zu einer objektiven Wahrnehmung des Umfelds beiträgt.
Letztlich muss ich sagen, dass die Geschichte trotz dieser Schwäche durchaus unterhaltsam ist und vor allem die visuelle Gestaltung überzeugt. Die Bildsprache ist konsistent, die Farben wirken harmonisch und die Szenen sind gut komponiert. Wer jedoch Wert auf eine durchgängige, konsistente Botschaft legt, sollte das im Hinterkopf behalten.



