Die „schreckliche“ Nanny McFee eilt zur Rettung – ein warmherziger Familienfilm, der zum Entspannen und Aufmuntern einlädt, mit herausragender Leistung von Emma Thompson.
add_circle Vorteile
- Emma Thompsons Darstellung überzeugt durch Tiefe und gibt der Geschichte das nötige emotionale Gewicht.
- Die weihnachtliche Atmosphäre und das warme Farbdesign passen wie die Faust aufs Auge zur Festtagszeit.
- Mit 97 Minuten bleibt der Film knackig – perfekt für einen lockeren Abend ohne Langeweile.
- Die Dialoge sprühen vor Humor und enthalten lockere, authentische Sprüche, die zum Schmunzeln einladen.
- Familienwerte werden klar und positiv vermittelt, wodurch der Film besonders für Kinder geeignet ist.
- Der Soundtrack bleibt dezent, unterstützt aber die emotionalen Szenen wirkungsvoll.
- Bild und Farben sind klar und intensiv, sodass die Fantasy‑Elemente charmant statt kitschig wirken.
remove_circle Nachteile
- Die Story ist stellenweise vorhersehbar und greift bekannte Familienfilm‑Klischees auf.
- Einige Nebenfiguren bleiben blass und bekommen kaum Entwicklung, was die Gesamttiefe schmälert.
- Die Spezialeffekte wirken nach über einem Jahrzehnt etwas veraltet.
- Hin und wieder wird die Sentimentalität zu überschwänglich, wodurch der Realismus leidet.
- Der Humor ist nicht durchgängig gleich stark; manche Gags kommen flach an.
- Gelegentlich finden sich altmodische Formulierungen in den Dialogen, die nicht mehr zeitgemäß wirken.
- Die Spannungskurve bleibt über die gesamte Laufzeit relativ flach, was Action‑Fans enttäuschen kann.
Galerie




















































Editor's Summary
Um ehrlich zu sein, vermittelt "Nanny McFee rettet die Familie" von der ersten Minute an ein richtig gemütliches Gefühl. Die Story um die Brown-Familie ist simpel, aber dank Emma Thompsons einfühlsamer Performance und den sympathischen Nebenrollen wirkt sie überraschend tiefgründig. Besonders gut gefällt mir die Mischung aus weihnachtlicher Stimmung und lockerem Humor, die sowohl Kids als auch Erwachsene anspricht. Die Bildgestaltung ist farbenfroh, die Musik untermalt die Szenen dezent, und mit 97 Minuten bleibt das Tempo durchgehend angenehm – kein Moment zieht sich. Für einen entspannten Abend in der Festtagszeit ist der Film genau das Richtige, wenn man etwas unkompliziertes, aber herzliches sucht.
Specifications
Hallo zusammen!
Ich habe den Film bereits drei Mal gesehen und jedes Mal ein gutes Gefühl, wenn er im TV läuft – gerade erst wieder. Er gehört zwar nicht zu meinen absoluten Lieblingskindheitsfilmen, aber er hat einen eigenen Charme. Gerade zur Weihnachtszeit und an den Feiertagen passen solche unkomplizierten, schönen Filme besonders gut.
Allgemeine Informationen.
Jahr der Veröffentlichung – 2005.
Regisseur – Kirk Jones.
Genre – Fantasy.
Länge – 97 Minuten.
Hauptdarsteller: Colin Firth, Emma Thompson, Kelly Macdonald, Angela Lansbury, Imelda Staunton, Selma Imrie, Thomas Sangster.
Zur Handlung.
Im Mittelpunkt steht die Familie Brown, die bis vor Kurzem noch komplett und glücklich war.
Sedrick – das Oberhaupt der Familie. Er ist gutmütig, sanft und liebevoll, doch genau diese Eigenschaften spielen ihm manchmal einen Streich.
Zu Sedrick gehören sieben Kinder, jedes ein ganz eigenes Wesen; das jüngste ist noch kein Jahr alt.
Vor nicht allzu langer Zeit ist Sedricks Frau, die Mutter der Kinder, verstorben. Plötzlich fehlt das Zentrum der Familie. Sowohl Mr. Brown als auch die Kinder trauern auf ihre Weise, doch die Trauer ist deutlich spürbar. Sedrick kann den Verlust nicht verkraften und führt häufig Gespräche mit dem leeren Stuhl, als säße seine Frau noch da, und erzählt ihr von Alltagsproblemen. Diese "Gespräche" scheinen ihm zu helfen.
Evangeline – die Haushälterin und Küchenhilfe. Sie respektiert das Familienoberhaupt, ist den Kindern sehr verbunden und liebt sie; die Kinder erwidern ihre Zuneigung, auch wenn sie nicht immer auf sie hören. Sie ist gutherzig und verzeiht ihnen alles.
Mrs. Blazevik – die Köchin, das komplette Gegenteil von Evangeline. Sie liebt Ordnung, verabscheut die Kinder, führt einen eigenen Kampf mit ihnen und notiert jede ihrer Verfehlungen. Natürlich geben die Kinder ihrerseits auch nicht kampflos nach.
\n\n\n\n \n\n\n\nIch habe herausgefunden, dass Mr. Brown ein eigenes Bestattungsunternehmen betreibt und dort unermüdlich arbeitet, um seine Familie zu versorgen. Nach dem Tod seiner Frau stellt sich natürlich die Frage nach einer Nanny, die sich um die Kinder kümmert. Für Cedric ist das logisch, doch seine Kinder sind strikt gegen Nannys und vertreiben jede sofort. Letztlich gibt es in der Stadt niemanden mehr, der bereit ist, die Browns zu betreuen – alle haben Angst, weil die Nannys nach ihrer Arbeit in diesem Haus nervös und hysterisch werden.
\n\n\n\nDie Familie wohnt in einem großen, schönen Anwesen – das klingt zunächst gut, ist aber nicht ohne Probleme, denn die Unterhaltung ist alles andere als günstig. Trotz seiner intensiven Arbeit kann Mr. Brown die Rechnungen nicht vollständig decken.
\n\n\n\n \n\n\n\nDie verstorbene Ehefrau hatte eine angesehene, reiche Tante, die den Browns hilft, das Anwesen zu erhalten und ein einigermaßen normales Leben zu führen. Diese Tante ist äußerst temperamentvoll und herrisch, gewohnt, dass ihre Anweisungen befolgt werden.
\n\n\n\nAls sie erfährt, dass Cedric mit den Kindern überfordert ist und bereits jede Nanny vertrieben hat, stellt sie ihm eine Bedingung: Entweder er heiratet schnell wieder, oder sie stoppt die finanzielle Unterstützung. Ohne diese Hilfe drohen das Haus wegen Schulden zu verlieren und die Kinder könnten im Heim landen – keine erfreuliche Aussicht. Cedric lehnt eine Heirat entschieden ab, weil er seine verstorbene Frau noch nicht vergessen hat, weil er keine übereilte Ehe will und weil er sich eine Partnerin wünscht, die ihm wirklich gefällt. Die Kinder merken das nicht; sie freuen sich, dass keine Nanny mehr da ist, und tun, was sie wollen.
\n\n\n\n \n\n\n\nDer Mann ist verzweifelt, doch er sieht keinen Ausweg: Ohne Haus und ohne Kinder zu leben, wäre für ihn undenkbar. Eine passende Braut scheint nicht in Sicht, bis auf eine Frau, die bereits mehrere Ehemänner begraben hat und bereit wäre, Mr. Brown zu heiraten. Kinder sind ihr ein Dorn im Auge; sie verabscheut sie. Sie sucht nur einen Mann und den dazugehörigen Status und ist bereit, dafür eine Rolle zu spielen.
\n\n\n\n\n\n\nAlle Wesen von Sedrick stellen sich dieser vulgären Frau entgegen, doch ein Entkommen gibt es nicht. Und dann, an einem regnerischen Tag, an dem unser Held bereits mit seinem Schicksal resigniert hatte, erscheint am Tor des Hauses eine Frau, deren Aussehen kaum als attraktiv bezeichnet werden kann. Sie stellt sich als staatliche Kindermädchen McFee vor und versichert Herrn Brown, dass sie seine ungezogenen Kinder erziehen kann. Der Mann ist erleichtert, doch es fällt ihm schwer zu glauben, dass seine Kinder tatsächlich umprogrammiert werden können…
\n\n\n\n\n\n\n \n\n\n\n\n\n\nWie geht die Geschichte weiter? Wer steckt hinter der seltsamen Kindermädchen, welche Geheimnisse birgt sie? Muss das Familienoberhaupt eine böse Stiefmutter heiraten oder findet er seine Liebe? Werden die Kinder die neue Nanny loswerden oder übernimmt sie die Kontrolle und verändert ihr Leben? Das bleibt abzuwarten.
Der Film ist recht kurz und lässt sich in einem Rutsch anschauen – er wirkt wie ein Märchen. Regisseur und Kameramann haben eine eigene Welt erschaffen, in die wir eintauchen und die wir gern beobachten.
\n\n\n\n\n\n\nDie Produktion ist sehr farbenfroh. Erstens wurde an einem wunderschönen Ort gedreht, zweitens im Sommer, sodass das satte Grün das Auge erfreut, und drittens ist das Hausinterieur maximal lebendig und saftig, was den Eindruck einer durchdachten Geschichte verstärkt.
\n\n\n\n\n\n\n \n\n\n\n\n\n\nEs ist ein Familienfilm, der sowohl Erwachsenen als auch Kindern gefallen wird. Der Plot ist nicht besonders herausragend oder originell – das stimmt, aber er ist liebenswert, sehr freundlich und lehrreich. Und das Wichtigste: Dank des Ensembles ist die Geschichte humorvoll und gelungen.
\n\n\n\n\n\n\nIn Wirklichkeit handelt es sich um Fantasy, obwohl das "magische" Element eher spärlich ist. Klar ist, dass das ganze Zauberhafte von der ungewöhnlichen Kindermädchen mitgebracht wurde. Es ist faszinierend, das Duell zwischen den Kindern und der Erzieherin zu beobachten: Alle haben ihre Rollen genau verstanden und hervorragend umgesetzt.
\n\n\nDer Humor ist durchweg kindlich und naiv, stellenweise etwas albern und leicht überdreht, doch das fügt sich gut in den Film ein und wirkt nicht übertrieben absurd. Ich bin mir sicher, dass Kinder ihn lieben werden. Man könnte sagen, dass manche Darsteller etwas zu grotesk agieren, aber genau das passt zum vorgesehenen Plot. Besonders gefallen haben mir Imelda Staunton (ich kenne sie aus der Rolle der Dolores Umbridge in "Harry Potter"), eine charakterstarke Schauspielerin, die in solchen Rollen sehr natürlich wirkt, sowie Angela Lansbury, die die reiche Herzogin verkörpert.
\n\n\n Der Soundtrack bleibt komplett im Hintergrund; die Melodien spiegeln exakt das Geschehen auf der Leinwand wider und ergänzen die Bildsprache hervorragend. Das unterstreicht erneut, wie durchdacht das Gesamtwerk ist.
\n\n\nDie schauspielerische Leistung ist durchweg hochkarätig und trägt maßgeblich dazu bei, dass das Werk genau so wirkt, wie es ist.
Emma Thompson – glänzt als Nanny McFee. Fast den gesamten Film über musste sie das Make‑up tragen, doch sie ließ sich nicht davon dominieren. Sie schafft es, ihre Figur überzeugend zu entfalten, während das äußere Erscheinungsbild ihre talentierte Darstellung lediglich unterstützt.
\n\n\nColin Firth erscheint hier in einer Rolle, die nicht zu seinem üblichen Repertoire gehört – er spielt einen leicht eigenwilligen Familienvater. Beim ersten Anschauen wirkte die Figur für mich noch etwas ungewohnt, doch nach und nach hat sie sich eingependelt und passt überraschend gut zum gewünschten Bild.
\n\n\nUnd natürlich die Kinderbesetzung – ohne Übertreibung einfach großartig. Die jungen Darsteller sind in Aussehen und Charakter völlig verschieden, was ihre Interaktionen besonders spannend macht. Ich kann keinen Einzelnen herausheben; alle haben ihre Rollen hervorragend umgesetzt und wirken dabei völlig authentisch.
\n\n\nFazit: Meiner Meinung nach sollten mehr Filme dieser Art produziert werden. Es gibt bereits eine Fortsetzung, die ebenso fesselnd ist wie der erste Teil, obwohl sie eine völlig andere Geschichte erzählt.
\n\n\nFür Mrs. TOG
Bewertung:
Kinopoisk – 7.
IMDb – 6,6.
Damit bin ich fertig, meine Ansprechpartnerin war Natasha.
Lassen Sie uns ein wenig unkonventionell sein!
Alles Gute und viel Erfolg für Sie!



