„Das ist gemein – das ist das Leben!“ – Eine geistig beeinträchtigte alte Frau, eine Mutter im Nervenzusammenbruch – Wie erzieht man Kinder? Meine Meinung inkl. Screenshots.
check_circleVorteile
- Farbenfrohe, detailreiche Sets, die das Auge sofort fesseln
- Passende musikalische Untermalung, die die Stimmung perfekt unterstützt
- Emma Thompson glänzt erneut mit einer charmanten Darstellung der Nanny
- Humorvolle Momente, die sowohl Kinder als auch Erwachsene zum Lachen bringen
- Deutliche Auseinandersetzung mit Erziehungsfragen, die zum Nachdenken anregen
- Durchgängiges Tempo, das das Interesse fast durchgehend hält
- Natürliche Dialoge, die nicht gekünstelt wirken
cancelNachteile
- Mehrere Nebenfiguren bleiben blass und entwickeln kaum eigene Handlungsbögen
- Die Laufzeit zieht sich an manchen Stellen, vor allem in der Filmmitte, etwas
- Die Darstellungen der Kinder sind manchmal zu übertrieben kindisch und können Erwachsene aus dem Konzept bringen
- Bei den Eltern fehlt es an Tiefe; ihre Beweggründe bleiben vage
- Einige Szenen geraten in kitschige Übertreibungen und wirken dadurch unnatürlich
- Es mangelt an frischen Ideen gegenüber dem ersten Teil; vieles wiederholt sich


























Editor's Summary
Ich muss zugeben, dass mich Nanny 2 deutlich positiver überrascht hat, als ich erwartet hatte. Die Fortsetzung greift den ersten Film locker auf, bringt frische Figuren ins Spiel und zeigt, wie die Nanny den täglichen Wirrwarr der sieben Kinder meistert. Visuell überzeugt das Bild mit leuchtenden, detailreichen Sets, die Musik passt gut zur Stimmung und die Dialoge bringen häufig zum Schmunzeln. Nicht alle Handlungsstränge werden jedoch tiefgehend ausgearbeitet, sodass manche Themen etwas oberflächlich bleiben. Trotzdem ist der Film ein lockerer Familienspaß, der vor allem Eltern ein Lächeln entlockt, auch wenn ein paar Schwächen nicht zu übersehen sind.
Specifications
Hallo zusammen!
Meine schreckliche Nanny 2. Ich habe den Film gestartet, weil ich den ersten Teil bereits gesehen hatte und mich fragte, worum es im zweiten Teil gehen würde. Ich muss sagen, er hat mir gefallen – ich habe mich an die Nanny gewöhnt und finde es stets angenehm, wenn sie jedes Problem löst und mit den Kindern gut zurechtkommt.
Meine Meinung:
Als ich den ersten Teil gesehen hatte, kamen mir zahlreiche Fragen – nicht zur Handlung, nicht zur schauspielerischen Leistung, sondern rein aus Neugier. Genau diese Fragen sollte die Fortsetzung beantworten. Wer erinnert sich noch daran, dass im ersten Teil ein Vater mit sieben Kindern vorgestellt wurde? Einige Figuren erwähnten kurz die Mutter, die der Vater schmerzlich vermisst. Ich war gespannt, wie diese Mutter, die sieben Kinder zur Welt gebracht hat, aussieht.
So sah sie aus. Ehrlich gesagt spricht mich die Schauspielerin nicht besonders an – eher wegen ihres äußeren Erscheinungsbildes als wegen ihrer Persönlichkeit. Trotzdem muss ich anerkennen, dass sie talentiert ist. Ein wenig Feinschliff beim Styling würde das Gesamtbild deutlich aufwerten.
Im ersten Teil tut Mr. Brown fast so, als würde er mit seiner verstorbenen Frau sprechen. Er setzt sich auf den Stuhl, den sie zu Lebzeiten gern benutzt hat, und redet mit ihr, als wäre sie noch da: „Liebling, du würdest die Kinder besser managen als ich – was soll ich nur tun?“. Genau hier habe ich mich gefragt, wie die Mutter ausgesehen hat und ob sie mit sieben Kindern zurechtgekommen wäre.
Die Realität sieht anders aus. Mit drei Kindern hat sie bereits Schwierigkeiten; bei sieben wäre das kaum zu bewältigen. Die Kinder streiten ständig, treiben Unfug und benötigen viel Aufmerksamkeit – das übersteigt ihre Möglichkeiten. Deshalb stimme ich der Bemerkung von Tante Adelaide zu, die über ihre Nichte sagte: Warum sollte jemand ständig Kinder bekommen und am Ende sieben haben, wenn man das nicht schaffen kann?
Tante Adelaide war bereits einmal hier, doch diesmal leidet sie eindeutig an einer geistigen Störung, die an Demenz erinnert. Sie vergisst ständig Dinge, kann sich nicht erinnern, wo sie etwas hingelegt hat, und verliert gelegentlich sogar den Überblick, wo sie gerade ist. Demenz ist zwar unheilbar, aber bei ihr scheint eher etwas anderes im Kopf zu sein. Trotzdem ist es unangenehm, mit jemandem zu tun zu haben, der Dinge vergisst, durcheinanderbringt oder dich einfach nicht mehr erkennt. Wie man damit umgeht, weiß ich nicht – das ist schlimmer als mit Kindern.
Dieser Junge … merken Sie sich sein Gesicht … wenn er erwachsen ist, wird er sicher ein fülliger Beamter. Sein Verhalten ist von Anfang an von einer beamtenhaften Haltung geprägt: unhöflich, streitlustig, herablassend. Woher kommen solche Kinder? Schuld tragen die Eltern oder die Erwachsenen, die sich genauso verhalten wie dieser kleine Ratte.
Die Nanny ist wirklich eine tolle Dame. Mit jeder guten Tat im Umgang mit den Kindern wird sie sympathischer. Sie ist sehr freundlich und kultiviert. Mehr solcher Nannies wären wünschenswert. Ich bin überzeugt, dass 70 % der Kinder weltweit von solchen Nannies erzogen werden sollten. Sie kann wirklich Werte und gute Manieren vermitteln.
Ich empfehle diesen Film zum Anschauen. Es ist ein echtes Märchen mit einem sehr freundlichen und magischen Ende. Solche interessanten Geschichten zu sehen, macht einfach Freude.



