Erster Besuch: Hungrig und leicht enttäuscht – Was sollte man hier besser nicht bestellen?
add_circle Vorteile
- Schnelle Bedienung, das Essen kam zügig trotz voller Schank
- Rippchen sind besonders zart und saftig, fast vom Knochen fallend
- Frische Zutaten – die Salate und das Gemüse waren knackig und aromatisch
- Freundliches Personal, das trotz Stress aufmerksam bleibt
- Preis‑Leistungs‑Verhältnis bei den Hauptgerichten ist akzeptabel, wenn man die Qualität berücksichtigt
remove_circle Nachteile
- Reservierungen an Feiertagen werden trotz Anzahlung abgelehnt
- Langes Warten im kalten Wind vor der Tür, bis ein Platz frei wird
- Innenraum wirkt ungemütlich, kalt und bietet kaum Privatsphäre
- Einige Gerichte waren zu salzig oder entsprachen nicht meinem Geschmack
- Preise liegen deutlich über dem Durchschnitt für vergleichbare Lokale in Moskau
- Keine Angaben zu Portionsgrößen – Grammangaben fehlen komplett
- Unübersichtliche Tischanordnung erschwert dem Servicepersonal die Arbeit
Galerie


















































Editor's Summary
Mein erster Besuch im Frank by Basta war leider eher eine Enttäuschung, obwohl das Essen grundsätzlich gut schmeckt. Kurz vor dem 8. März wollten wir reservieren und boten sogar eine Anzahlung an – die Reservierung wurde jedoch mit der Begründung abgelehnt, dass an Feiertagen keine Buchungen möglich seien. Stattdessen standen wir im eiskalten Moskauer Wind, bis ein Platz frei wurde. Das war nur der Auftakt einer Reihe von kleinen, aber ärgerlichen Problemen: die Rippchen waren wirklich zart, die Zutaten frisch, aber das Interieur wirkte kalt und ungemütlich, die Preise lagen deutlich über dem Durchschnitt und es fehlten klare Angaben zu Portionsgrößen. Insgesamt ein Restaurant, das sich für besondere Anlässe kaum empfiehlt.
Specifications
Hallo zusammen!
Ich möchte euch von einem weiteren Restaurant in Moskau berichten, das ich ausprobiert habe: Frank by Basta.
Eigentlich wäre ich nicht darauf gestoßen, doch vor einem Jahr, nach meinem Abschluss, schlugen Freundinnen vor, diesen „schmutzigen“ Anlass zu feiern und luden mich ins Restaurant ein. Sie waren bereits häufig dort und versicherten, dass es mir gefallen würde.
Einige Zeit später besuchte ich das Lokal erneut, diesmal mit meinem Freund.
Im Folgenden gliedere ich meine Bewertung nach den beiden Standorten und meinen Eindrücken.
Der erste Standort befand sich in der Arbat‑Straße.
Das war vor etwa einem Jahr, kurz vor dem 8. März. Wir wollten einen Tisch reservieren und waren sogar bereit, eine Anzahlung zu leisten, um sicherzugehen, dass wir einen Platz bekommen. Die Reservierung wurde jedoch mit der Begründung abgelehnt: „An Feiertagen nehmen wir keine Reservierungen an“. Nun ja.
Wir fuhren trotzdem hin und standen im kalten Wind wie Obdachlose, bis ein Platz frei wurde. Im Inneren war alles besetzt und die Gäste wurden nach und nach eingelassen. Durch das Fenster sah man jedoch mindestens zwei freie Tische, die für unsere Gruppe hätten passen können – doch man ließ niemanden hinein.
Ich frage mich, wer es mag, bei Kälte und Wind zu stehen, zu zittern, hungrig zu warten. Mir persönlich gefällt das überhaupt nicht. Wir warteten etwa 30 Minuten, höchstens 40. Als wir endlich eingelassen wurden, drängten uns die Servicekräfte fast am Eingang, weil wir angeblich im Weg standen. Wir mussten die Jacke ausziehen, sie an einer kaum erreichbaren Garderobe aufhängen und gleichzeitig das Gefühl haben, eine Last zu sein. Wir wurden zu einem gerade freigewordenen Tisch geführt, während hinter uns zwei weitere Tische mit dem Hinweis „Reserviert“ standen – diese wurden später von einer Gruppe junger Männer besetzt.
Während wir draußen standen, war ich völlig durchgefroren; im Restaurant ließ sich die Kälte nicht richtig vertreiben.
Das Menü. Es wirkt wie ein Zeitungsblatt. Viele finden das ansprechend, mir persönlich weniger. Offenbar ist es bewusst als Einweg‑Design gedacht – bei hohem Gästeaufkommen verschmutzt es schnell und lässt sich günstig austauschen. Das ist Geschmackssache.
Ein Kritikpunkt: Es fehlen Angaben zu Grammzahlen, was die Entscheidung enorm erschwerte. Die Freundinnen rieten nur: „Frag einfach den Kellner.“ Sollte ich wirklich das gesamte Menü abfragen? Das wollte ich nicht. Letztlich habe ich nur nach den Namen ausgewählt.
Ich bestellte einen alkoholischen Cocktail. Er war sehr schwach und kostete 700 Rubel – meiner Meinung nach eindeutig zu teuer. Ich habe ihn nicht nachbestellt, das hätte mich fast umgebracht. Als zweiten Drink wählte ich den Tee „Erdbeere – Vanille“. Er war ausgesprochen lecker, fast wie ein Saft. Optisch ansprechend, geschmacklich jedoch nicht besonders. Zum Essen entschied ich mich schließlich für eine geschmorte Rinderkeule mit Ofenkartoffeln – klang vielversprechend.
Die Anrichtung überzeugte mich nicht. Unter dem zerdrückten Kartoffelbrei lag ein Knochen und ein paar Petersilienzweige. Die Kräuter hätten feiner gehackt sein können.
Das Gericht war nicht heiß und recht klein. Es war zwar essbar, das Fleisch zart, aber überhaupt nicht sättigend. Ich bereue, dass ich die Rippchen nicht bestellt habe.
Zusätzlich wagte ich das Dessert – einen Napoleon mit Kirschen, den ich hier sehe. Auch er war essbar, aber nicht besonders. Ich hatte erwartet, dass die Kirschen kreativ in die Schichten eingearbeitet sind, doch sie lagen einfach daneben.
Napoleon
Die Mädchen hatten ihren Spaß und nahmen sich die Rippchen, während ich wie ein Trottel ganz allein dasaß.
Es handelt sich um große Rippchen mit Süßkartoffeln. Die Anrichtung ist noch dampfend heiß.
Sie werden mit einer BBQ‑Sauce serviert.
Und ich saß mit meinem Knochen und leerem Blick :D
Sie bestellten noch Shots. Einer hieß „Gruß von Oma“. Die Präsentation war hübsch.
Gruß von Oma Das war „Mango“. Außerdem tranken sie Bier, das ihnen gefiel. Ich habe nichts probiert, weil ich nicht viel von diesem Getränk halte.
MangoInsgesamt kosteten mein Tee, der alkoholische Cocktail, die Knochenportion und der Napoleon 2410 Rubel. Ich ging sehr hungrig und ehrlich gesagt enttäuscht nach Hause.
Zweiter Besuch.
Doch der verführerische Duft der Rippchen ließ mich nicht los, ich bereute, sie nicht probiert zu haben, und schlug vor, zum Jubiläum gemeinsam dorthin zu gehen.
Wir wählten die Filiale, die am nächsten zu unserem Zuhause lag, und fuhren dorthin. Wenn ich mich recht erinnere, befand sie sich an der Dmitrowskaja.
Mir ist es immer unangenehm, im Lokal mit dem Handy zu wackeln, deshalb sind die Fotos nur so entstanden.
Der Tisch ist cool, aber mir gefällt nicht, dass das Besteck wie in einer Kantine liegt.
Was mir an der neuen Filiale auffiel: Die Sitzordnung gefällt mir nicht. Ich möchte nicht seitlich an fremde Leute gedrängt werden. So war es dort – ich fühlte mich unbehaglich, es fehlte an Privatsphäre.
Der Mann saß auf einem Stuhl direkt gegenüber von mir, ich dagegen auf dem Sofa, das entlang der Wand verläuft. Links von mir waren Gäste fast bis an die Grenze gedrängt.
Weiter geht's. Das Design gefällt mir überhaupt nicht. Als der Mann hereinkam, hatte ich sofort das Gefühl, die Tische seien aus einem Müllcontainer gerettet worden.
Die Wand ist genauso gestaltet – für Veganer scheint das hier offensichtlich kein willkommenes Umfeld zu sein.
Da wir tagsüber kamen und das Lokal noch relativ leer war, störten wir das Personal nicht. Übrigens: Alle Servicekräfte sind sehr jung, freundlich und geben gern Auskunft zu den Gerichten.
Der Service ist ausgesprochen schnell – ein klarer Pluspunkt.
Ich bestellte erneut den leckeren Tee.
Der Mann meinte jedoch, das reiche nicht und empfahl, zusätzlich einen Cocktail zu nehmen. Wir wählten einen kräftigen Drink. Er hat mir



