Ein Film, der viel verspricht, aber nicht alles hält.
Ich habe mich für meinen Filmkritik-Bericht entschieden, den Film "Hörst du mich" (2021) zu bewerten. Dieser amerikanische Film ist ein Drama, das auch Elemente von Fantasy und Mystik enthält. Man könnte ihn auch als einen Detektivfilm oder einen Thriller einordnen, aber ich habe Schwierigkeiten, ihn in diese Genres einzuordnen. Der Film ist eher ein schwacher Thriller, der sich mit einem schwachen mystischen Hintergrund abweicht.
Wie oft ist es einfacher, als man denkt. Der Film ist eine Verfilmung der gleichnamigen Buchreihe von Elizabeth Brundage. Das Buch selbst ist eine Überraschung. Der Film ist einfach.
Ich habe mich auf die Vor- und Nachteile dieser Produktion konzentriert. Lassen Sie mich zunächst auf die Vor- Seiten eingehen:
Die Atmosphäre und die eigentlichen Szenen - sind durchaus ansprechend und sehenswert. Die Qualität der Aufnahmen ist recht gut, und es ist angenehm, sich in die Atmosphäre und die Dekorationen zu versetzen. Amanda Seyfried und James Norton haben sich gut in ihre Rollen hineingefunden und den emotionalen Konflikt zwischen Ehemann und Ehefrau überzeugend dargestellt. Es ist auch gelungen, die klassischen Auseinandersetzungen zwischen den Familienmitgliedern zu vermitteln, als das Ganze in die Niederung geht. Die Fans dieser Schauspieler werden sich über die Schauspielleistung freuen. Der Trailer ist vielversprechender als der eigentliche Film. Minuspunkte:
Ich habe mich gefragt, warum es so wenig Mystik gibt. Die wenigen Anspielungen und Hinweise, die es gibt, entwickeln sich leider nicht weiter und helfen dem Plot nicht wirklich. Die Thematik des Jenseits wirkt sogar etwas angeblich eingeschoben, da man als Zuschauer schon frühzeitig viele Dinge erkennt, bevor die Mystik überhaupt richtig losgeht. Stattdessen wird die Handlung zu einer einfachen Alltagsdramatik, wenn man bedenkt, dass die Hauptfigur mit einem psychopathischen Ehemann zu tun hat. Man hätte sicherlich nicht mit etwas anderem gerechnet, wenn man in einer solchen Situation ist. Die Probleme begannen übrigens schon viel früher als der Umzug in das neue Haus. Ich habe mich mit dem Mann von Kathrin konfrontiert und muss sagen, dass ich hier keine mysteriösen Rätsel oder eine überladene Hintergrundstory erwartet habe. Die Entwicklung der Geschichte ist eher ein klassischer Thriller, der sich mit jedem weiteren Kapitel noch mehr zuspitzt. Ich denke, es ist besser, frühzeitig zu erkennen, dass man mit jemandem zusammen ist, der nicht richtig ist, anstatt sich nur langsam zu überzeugen. Hier ist keine große Mysteriengeschichte erforderlich, um zu verstehen, dass Kathrin mit einem Psychopathen verheiratet ist. Die Realität ist oft viel schlimmer als jede Fiktion.Der Film ist ein bisschen langsam und daher nicht so dynamisch wie ich es von einem Thriller erwarten würde. Es gibt jedoch immer noch Action und Spannung, aber die Umsetzung oder der Drehbuch fehlt etwas und macht den Film ein bisschen stumpf. Ich muss sagen, dass dieser Film mich an eine Mischung aus verschiedenen anderen Filmen erinnert hat, die ich bereits gesehen habe. Einige Episoden und Handlungsstränge erinnerten mich an andere Filme, die ich in der Vergangenheit gesehen habe. Es war, als ob ich viele verschiedene Geschichten in einem Film zusammengefügt sah.
Ich hatte viele Fragen zu den Handlungssträngen. Was war der Hauptfokus des Films? Die Änderung des Mannes oder die mystische Linie? Oder vielleicht war alles viel einfacher und die Probleme begannen viel früher als die Mystik? Das Interaktion zwischen dem Geist (aus dem Haus) und dem Menschen war interessant, aber leider wurde nichts davon weiterentwickelt. Alles wurde in einem einzigen Punkt zusammengefasst, und das Ergebnis war ein seltsames, unangenehmes "Gericht", das mich in Verwirrung brachte.
Ich muss sagen, dass ich von diesem Film keine überraschende Geschichte erwartet habe. Die Beziehung zwischen Katherine und ihrem Mann ist zwar faszinierend, aber die Geschichte selbst ist leider nicht sehr überzeugend. Der Film versucht, verschiedene Genres wie Thriller, Horror und Mystery miteinander zu verbinden, aber die Ergebnisse sind leider nicht sehr überzeugend. Die Konsequenzen der Handlungen der Charaktere sind nicht sehr logisch und die Schlussfolgerungen sind nicht sehr überzeugend. Ich denke, dass der Film versucht, eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen, aber er schafft es nicht, mich richtig zu fesseln.
Die Spannung ist fast zwei Stunden lang auf hohem Niveau – das ist für einen Horrorfilm eine seltene Leistung, besonders wenn die Ereignisse so verteilt sind wie ein dünner Schmiere auf einem großen Sandwich. Ja, die Konzentration ist manchmal zu stark, aber Horror ist dafür da, uns mit Ereignissen, Handlungen oder Taten (am besten der Hauptfiguren) zu schockieren. Die Ereignisse fehlen an einer gewissen Geheimnisvolleit und sind leicht vorhersehbar. Alles führt leider nicht zu einem mysteriösen, sondern zu einem tragischen Ende. Das ist leicht zu verstehen. Und ist es tatsächlich jemand in jemanden hineingekrochen und tobt, oder ist das nur die Hauptfigur, die unter dem Stress ihres psychopathischen Ehemanns etwas sieht oder fühlt, was ihr als Rechtfertigung für ihre Entscheidung dient, ihre Lebenspartnerin mit einem moralischen Monster und einem gefährlichen Menschen zu sein, der sich hinter einer angenehmen Fassade versteckt? Wie oft ist das schon passiert, und hier wiederholt sich das gleiche Szenario. Im Grunde hätte der Film besser, interessanter sein können als ein Thriller und als ein Horrorfilm, aber das ist leider nicht passiert.
Meine Schlussfolgerung: Der Film verdient höchstens zwei bis drei Sterne. Ja, es gibt viele interessante Details und Handlungsstränge, aber leider wurden sie nicht ausreichend entwickelt oder gar nicht. Es ist schade, dass es nicht gelungen ist, einen guten Thriller zumindest auf der Basis der komplexen Beziehungen zwischen den Hauptfiguren oder einen guten Horrorfilm oder Detektivfilm zu machen. Sie haben nicht ganz erreicht und es gab einen gewissen Dissonanz. Die Atmosphäre des Films gefiel mir und die Schauspielleistung war auch gut. Man kann ihn gerne anschauen, aber ohne große Begeisterung oder den Wunsch, ihn noch einmal zu sehen.
Allen ein gutes Leben, Wärme und Positive!