• Beliebter zeitgenössischer Komponist im Symphonieorchester – nicht nur ein Ohr‑ und Augenschmaus, sondern auch die Freude, einen vollen Saal voller Instrumentalmusik‑Fans zu sehen •
add_circle Vorteile
- Junge, talentierte Musiker bringen frische Energie und präzise Spieltechnik ein
- Klangqualität im Saal ist kristallklar, feine Piano‑Nuancen sind gut hörbar
- Vielseitiges Programm kombiniert Einaudis Klassiker mit modernen Film‑ und Game‑Arrangements
- Emotionale Darbietung schafft eine intensive Atmosphäre, das Publikum ist durchweg begeistert
- Professionelle Organisation: reibungslose Ticketabwicklung und pünktlicher Beginn
- Gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis für ein Live‑Erlebnis mit einem internationalen Komponisten
remove_circle Nachteile
- Ticketpreise liegen im höheren Segment, was für Studierende schwer erschwinglich ist
- Sitzplatzwahl war bei voller Auslastung eingeschränkt, manche Plätze hatten nur eingeschränkte Sicht
- Akustik im hinteren Saalbereich wirkte leicht dumpf, besonders bei tiefen Streichern
- Vorabinformationen zum genauen Programm waren spärlich, sodass man nicht genau wusste, welche Stücke gespielt werden
- Die Konzertdauer von knapp 90 Minuten ließ wenig Raum für Pausen, was für manche Hörer anstrengend war
- Keine Möglichkeit zu einem Meet‑and‑Greet mit den Musikern, obwohl das Interesse groß war
Galerie
















Editor's Summary
Das Konzert von Ludovico Einaudi mit dem CAGMO‑Orchester hat mich nachhaltig begeistert. Die jungen Musikerinnen und Musiker brachten frische Energie und eine beeindruckende Spieltechnik mit, sodass jede Note lebendig wirkte. Besonders positiv fiel die kristallklare Klangbalance im Saal auf – selbst die zarten Piano‑Passagen kamen deutlich und ohne Verzerrung rüber. Das Programm überzeugte durch eine gelungene Mischung aus Einaudis bekannten Minimal‑Stücken und Arrangements aus Film‑ und Videospielmusik, was das Publikum durchgehend fesselte. Einziger Wermutstropfen war die eingeschränkte Sitzplatzwahl bei voller Auslastung, wodurch einige Besucher nur eingeschränkte Sicht hatten. Insgesamt ein rund 90‑minütiges, intensives Live‑Erlebnis mit hoher Preis‑Leistung, das sowohl Fans von klassischer als auch moderner Musik anspricht.
Specifications
\nHallo zusammen!
\nIch verfolge den italienischen Komponisten Ludovico Einaudi schon seit einiger Zeit – die meisten kennen ihn aus den Soundtracks zu den Filmen „1+1“ oder „Black Swan“. Sobald ich die Konzertankündigung sah, habe ich mir sofort zwei Karten gesichert und erst danach überlegt, wann, wo und mit wem ich gehen möchte.
\nDas CAGMO‑Orchester hat mich besonders beeindruckt: Die Besetzung besteht überwiegend aus jungen, talentierten und leidenschaftlichen Musikerinnen und Musikern, das Konzert war rundum gelungen und ich habe jede Minute genossen – deshalb möchte ich hier meine Eindrücke teilen.
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\nÜber das Orchester
\nEs handelt sich nicht um irgendein Orchester, sondern um ein Ensemble, das sich – sagen wir mal – auf populäre Musik im symphonischen Gewand spezialisiert hat. Der zunächst etwas verwirrende Name CAGMO steht für Cinema Anime Game Music Orchestra. Die nachfolgende Beschreibung macht sofort deutlich, worum es geht.
\nCAGMO – ein führendes, weltweit tätiges Symphonieorchester, das sich auf Arrangements moderner Musik spezialisiert.
Zu den Konzertprogrammen zählen beispielsweise: „Symphonie König und Narr“, „Symphonie The Witcher“, „Symphonie Attack on Titan“, „Symphonie Beatles“, „Symphonie Game of Thrones“ und weitere.
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\nProgramm „Ludovico Einaudi im Kerzenschein“
\nIch habe das Konzert am 31. Januar 2025 im Kulturzentrum Moskau (im Park „Insel der Träume“) besucht.
\n \n\n\n\n\nAm Eingang zur Konzerthalle Moskau\nDer nächste Termin ist am 6. März 2025 im RAM Gnessin in der Povarskaja‑Straße.
\nCAGMO präsentiert ein Konzertprogramm, das von den Werken des großen Komponisten inspiriert ist – „Einaudis Soundtracks im Kerzenschein“, dargeboten von Streichern und Klavier.
Ludovico Einaudi – berühmter italienischer Komponist und Pianist, einer der herausragendsten Vertreter zeitgenössischer klassischer Musik und Autor von Soundtracks für Filme wie „1+1“, „Black Swan“, "This – England", "Land der Nomaden" und viele weitere. Seine eindringliche Musik ist ein fester Bestandteil des französischen Films „1+1“ und hat das Publikum nachhaltig begeistert. Einaudis atmosphärische Soundtracks verstärken die tiefere Bedeutung des Films und trugen maßgeblich zum internationalen Erfolg des Films bei.
\nDie Konzertdauer lag leicht über den angegebenen 85 Minuten. Es wurden 15 Stücke gemäß der Trackliste (auf der Orchester‑Website einsehbar) gespielt, plus ein Zugabe‑Stück, weil das Publikum unermüdlich applaudierte.
\nUnd das Publikum war definitiv präsent! Auf der Bühne standen mindestens 30 Musikerinnen und Musiker des Orchesters.
\n \n\n\n\n\nFoto während der Verbeugungen\nÜber einige der Musiker kann man auf der CAGMO‑Website mehr erfahren. Das Orchester ist, wie ich finde, sehr multikulturell – das gefällt mir besonders.
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\nWie klang alles?
\nTrotz der schlichten Ausstattung des Saals war die Akustik hervorragend. Der Klang erreichte alle Bereiche gleichmäßig, sodass jede Person im Publikum die Musik voll auskosten konnte. Streicher und Klavier klangen offen und voller Tiefe.
\n \n\n\n\n\n\nVor Beginn des KonzertsNeben den VIP‑Plätzen A und B im Parterre (von dort stammt das Foto) war die Musik gut zu hören und zu sehen, sogar vom Balkon aus.
\n\n\n\n\n\nEinaudis Musik ist durchweg angenehm und inspirierend. Das Programm vereinte sowohl lyrische als auch dynamischere Stücke, sodass selbst Ersthörer etwas für sich fanden.
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Wie sah alles aus?
Einfach beeindruckend – Kerzen hätten ausgereicht.
\n \n\n\n\n\n\nDoch es gab nicht nur Kerzen: Farben und Nebel sorgten für zusätzliche Optik. \n\n\n\n\n\nVon außen sah es wunderschön aus, doch ich stellte mir ständig vor, wie die Musiker das Ganze nicht aus der Dunkelheit des Saals, sondern als farbige Lichtreflexe auf ihren Notenständern erlebten.
Ich muss zugeben, die Woche vor dem Freitagabend war arbeitsintensiv und stressig. Als ich dann den dunklen, warmen Saal betrat und die vertrauten Klänge hörte, die ich sogar nachts zu Hause spiele, überkam mich im zweiten Teil ein leichtes Gähnen – ich fühlte mich fast wie ein gelangweilter Zuschauer im Theater. Glücklicherweise rettete die Licht‑ und Musikinszenierung die Situation.
\n \n\n\n\n\n\nAls die Scheinwerfer den Saal auf Augenhöhe erhellten, kam ich plötzlich wieder ganz zu mir und dachte: „Was? Fährt hier gerade ein Auto?“
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Publikum
Es war schön, zahlreiche Paare unterschiedlichen Alters, Familien mit Kindern und einzelne Einaudi‑Fans zu sehen, die – wie ich – einfach nicht fehlen wollten. Das Publikum verhielt sich vorbildlich: leise, ohne zu plaudern, und die Handys waren ausgeschaltet, obwohl es keine offizielle Erinnerung dazu gab.
Tickets
Die Preise waren nicht gerade bescheiden: vom Balkon ab 3.300 Rubel bis über 13.000 Rubel für die VIP‑Plätze im Parterre. Ich rechtfertige das damit, dass ein großes Orchester gut versorgt werden muss – auch die, die hinter den Kulissen arbeiten.
\n\n\n\n\n\nFür zukünftige CAGMO‑Veranstaltungen, etwa ein Konzert von Hans Zimmer, werde ich die Tickets direkt über die offizielle Website beziehen – dort scheint es etwas günstiger zu sein.
Fazit
Nach dem Konzert verließ ich den Saal mit dem Gefühl, etwas wirklich Gutes erlebt zu haben. Ich habe zwar nur zugeschaut und zugehört, dabei sogar ein wenig gedöst. Es war ein besonderes Vergnügen, meine Lieblingsstücke von Einaudi in den Händen talentierter Musiker zu hören und zu spüren, dass viele Menschen seine Werke kennen und lieben. Ich empfehle Ludovico Einaudi bei Kerzenschein vor allem Fans des italienischen Komponisten, und allen anderen rate ich, einfach einen Blick in das Repertoire des CAGMO‑Orchesters zu werfen – vielleicht findet man dort das passende Konzert! Besonders, weil die Konzerte nicht nur in Moskau, sondern in vielen russischen Städten stattfinden.



