Von Liebe zu Hass – meine Einschätzung, warum die Serie völlig abgerutscht ist
add_circle Vorteile
- Starker Einstieg mit einer geheimnisvollen Vampirwelt, die sofort neugierig macht
- Glaubwürdige und sympathische Charakterentwicklung in den ersten vier Staffeln
- Atmosphärisches Sounddesign, das das düstere Flair verstärkt
- Visuelle Effekte, die für das Produktionsjahr beeindruckend waren
- Aktive Fan‑Community mit vielen Diskussionen und regelmäßigen Events
- Preis‑günstige Streaming‑Optionen, die den Zugang zur Serie erleichtern
remove_circle Nachteile
- Handlungsstränge verwässern ab Staffel 4, zu viele Füller‑Episoden ohne echten Plot‑Fortschritt
- Inkonsistente Charakterentwicklung, plötzliches und unlogisches Verhalten einzelner Figuren
- Produktionsqualität lässt nach – Sets wirken billig und wenig detailreich
- Plot‑Twists werden vorhersehbar und oft erzwungen, verlieren an Spannung
- Episodenlänge wirkt dehnbar und zieht sich unnötig in die Länge
- Die abschließende achte Staffel wirkt überstürzt und lässt lose Handlungsstränge offen
Galerie














































Editor's Summary
Die Serie „Dnevniki Vampira“ hat mich von Anfang an mit einer packenden Mischung aus Mystery, Teen‑Drama und dunkler Fantasy in den Bann gezogen. Besonders in den ersten vier Staffeln überraschen die Handlung und die gut ausgearbeiteten Charaktere immer wieder, sodass man sofort dranbleiben will. Die Atmosphäre ist dabei ein echtes Highlight: Musik, Lichtsetzung und Spezialeffekte passen perfekt zur Zeit, in der die Serie entstand, und vermitteln das Vampir‑Feeling authentisch. Leider lässt die Qualität ab Staffel 4 stark nach. Die Story verläuft zunehmend in belanglosen Füller‑Episoden, die kaum voranbringen, und die ursprüngliche Spannung wird verwässert. Auch die Charakterentwicklung wird inkonsistent, manche Figuren verhalten sich plötzlich unlogisch. Die achte und letzte Staffel wirkt überstürzt, offene Handlungsstränge bleiben ungelöst und hinterlassen einen bitteren Nachgeschmack, der das Gesamterlebnis trübt.
Specifications
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Ich wette, kaum jemand hat noch nie von der Serie „Дневники вампира“ gehört – sie hat das Fernsehen damals regelrecht gesprengt. Ich erinnere mich noch gut: Als Siebtklässlerin kaufte ich nach der Schule Süßes und rannte sofort nach Hause, um die brandneuen Folgen zu sehen.
Die erste Staffel startete 2009, die achte und letzte kam 2017. In diesen acht Jahren hat die Serie wirklich alles geboten. Meiner Ansicht nach hat die schiere Menge an Episoden jedoch dazu geführt, dass die Qualität nach und nach nachgelassen hat.
|ALLGEMEINE INFORMATIONEN|
Produktion: USA
Jahr: 2009-2017
Genre: Drama, Fantasy, Horror
Anzahl Staffeln: 8
Anzahl Episoden: 171 (je 22 pro Staffel, außer der letzten)
Länge: 43 Minuten
Altersfreigabe: 18+
Übrigens basiert die Serie auf der gleichnamigen Buchreihe der US‑Autorin L.J. Smith. Da ich ein riesiger Fan war, habe ich auch die Bücher gelesen – die Unterschiede sind dabei enorm.
|HANDLUNG|
Die Handlung spielt in der fiktiven Kleinstadt Mystic Falls in den USA. Im Mittelpunkt steht die Protagonistin Elena Gilbert.
Elena ist ein trauriges 17‑jähriges Mädchen, das kürzlich bei einem Autounfall ihre Eltern verloren hat. Die Geschichte beginnt mit dem neuen Schuljahr, in dem Elena den gutaussehenden Neuankömmling Stefan Salvatore kennenlernt.
Zwischen den beiden entsteht sofort eine Anziehung. Doch Stefan verbirgt ein dunkles Geheimnis: Er ist ein 171‑jähriger Vampir – genau wie sein Bruder Damon. Beide kämpfen um Elenas Aufmerksamkeit, was die 22 Episoden der ersten Staffel ausmacht.
In den nächsten Staffeln erscheint die Familie Michaelsons – die ältesten Vampire, von denen alle anderen Blutsauger abstammen.
Das brachte neue, besonders spannende Wendungen in die Handlung und unerwartete Plot‑Twists.
Übrigens diente die Geschichte dieser Familie als Grundlage für das Spin‑Off „The Ancients“. Laut den Bewertungen war es sogar populärer als „Vampire Diaries“ – und meiner Meinung nach auch interessanter.Ich habe mir sogar ein kleines Souvenir als Erinnerung an die blutrünstigen Vampire bestellt.
Insgesamt halte ich die ersten drei Staffeln für die interessantesten und einprägsamsten. Alte Vampire, Hybriden, Doppelgänger, Hexen und Werwölfe – all das fügt sich hervorragend zusammen und bildet eine schlüssige Erzählstruktur.
Ab der vierten Staffel setzt dann der reine Unsinn ein. Mit 22 Episoden pro Staffel muss das Schreibteam ständig neue Ideen liefern, um das Publikum zu fesseln. Doch mit jeder neuen Staffel wird das immer schwieriger, weil alles, was die Autoren noch zeigen konnten, bereits ausgestrahlt wurde. Es wirkt, als würden die Folgen nur noch nach dem Prinzip „Folge um Folge“ produziert.
Zugegeben, gelegentlich tauchen noch interessante Momente und neue, sympathische Figuren auf. Trotzdem fehlt das gewisse Etwas, das mich bei den ersten Staffeln begeistert hat.
Schöner EnzoAb der vierten Staffel hat mich die Hauptfigur Elena zunehmend frustriert. In den ersten Staffeln bewunderte ich sie regelrecht, doch später wirkte sie auf mich völlig unverständlich. Der Grund ist, dass die Figur völlig statisch bleibt und sich nicht weiterentwickelt. Und wenn doch Veränderungen angedeutet wurden, passten sie nicht zu ihrem Charakter.
Im Gegensatz dazu stehen andere Figuren, zum Beispiel Caroline Forbes. Aus einem naiven, verletzungsreichen Mädchen mit geringem Selbstwertgefühl entwickelte sie sich zu einer unglaublich freundlichen, weisen und beeindruckenden Frau. Dank ihrer Präsenz habe ich die Serie bis zum Schluss geschaut.
Oder Elenas Freundin Bonnie Bennett: Aus einem ängstlichen Mädchen wurde sie zu einer starken Frau, die jedem Bösen standhalten kann.
Auch Damon Salvatore hat im Verlauf der Serie einiges durchgemacht. Zu Beginn wirkte er noch durchweg als negativer Charakter, doch mit der Weiterentwicklung änderte sich das Bild ein wenig. Elena blieb hingegen unverändert, so wie ich sie kennengelernt habe.
Trotz all dieser Punkte hat mich das Serienfinale persönlich positiv überrascht. Es war weder ein tragisches Ende noch ein klassischer Happy End.
|WAS MIR ECHT GEFALLEN HAT|
Thema der Serie
Ich liebe mystische Erzählungen über das Leben fantastischer Wesen. Die Serie geht ausführlich auf Vampire ein – wie sie zu dem wurden, was sie sind, und welche Besonderheiten ihr Dasein prägen. Gleiches gilt für wilde Werwölfe, gefährliche Hexen und weitere Kreaturen. Zwischen den verschiedenen Arten besteht eine besondere Wechselbeziehung, deren Details man im Verlauf der Handlung immer wieder spannend entdeckt.
Charismatische Antagonisten
Figuren, die ich besonders mag. Zum Beispiel Klaus Michaelson. Er ist unglaublich anziehend und gleichzeitig tödlich gefährlich.
Und weitere, die ich mit voller Kraft ablehne. Zum Beispiel der psychopathische Zauberer Kai aus dem Klon-Clan.
Dynamik
Die Handlung schreitet zügig voran, obwohl die Serie insgesamt sehr lang ist. In einer Folge stecken die Protagonisten zwischen Leben und Tod fest, und bereits in der nächsten Episode überwinden sie das Hindernis. Diese endlosen Wendungen reißen mich in den Sessel und lassen mich den Blick nicht vom Bildschirm abwenden.
Soundtracks
Durch „Die Vampir Diaries“ hat sich meine Playlist um zahlreiche coole Songs erweitert, die ich vorher noch nie gehört habe. Einige davon höre ich bis heute.
|WAS MIR ÜBERHAUPT NICHT GEFALLEN HAT|
Mittelmäßige schauspielerische Leistung
Zweifellos leisten die Darsteller ihr Bestes, doch es fehlt ihnen an Tiefe. Als Jugendliche habe ich das kaum bemerkt, heute fällt es mir jedoch schwer, die Szenen zu genießen.
Langatmigkeit
Dennoch sind 171 Episoden für eine Serie dieses Kalibers zu viel. Sobald die Story keine neuen Ideen mehr bietet, schleichen sich viele uninteressante und langweilige Passagen ein.
Endlose Wiederholungen
In einer Staffel verliebt die Protagonistin sich in einen Charakter, in der nächsten schon in einen anderen – und dann wird sie plötzlich in eine völlig andere Richtung getrieben. Das gilt für alle Handlungsstränge. Das wirkt sehr unglaubwürdig und kaum nachvollziehbar. So etwas passiert im echten Leben nicht.
|MEIN FAZIT|
Ich möchte die Verdienste von „The Vampire Diaries“ nicht kleinreden – die Serie ist zweifellos eine Ikone ihrer Ära und die bekannteste Geschichte über blutsaugende Wesen. Gleichzeitig hat sie aber eindrucksvoll gezeigt, dass mehr Episoden nicht automatisch besser bedeuten. Glücklicherweise hat sich das heute geändert, und solche endlosen Serien werden kaum noch produziert.
Dennoch war „The Vampire Diaries“ lange Zeit ein fester Bestandteil meines Alltags und hat mir beim Anschauen zahlreiche glückliche Momente beschert. Dafür danke ich den Machern, dass sie uns in ihre reiche, mystische Welt entführt haben.
Damit ist alles gesagt. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
