Ein klassisches Märchen neu interpretiert – spannend für Kinder und Erwachsene
add_circle Vorteile
- Stimmungsvolle Beleuchtung erzeugt eine authentische Winteratmosphäre
- Kinderfreundliche Inszenierung mit klaren Dialogen und wenig Gewalt
- Kostüme überzeugen durch Detailreichtum und gezielte Farbakzente
- Saalakustik ist klar, Gesang und Dialoge gut verständlich
- Laufzeit von ca. 80 Minuten ist ideal für junge Zuschauer
- Interaktive Zwischenspiele halten die Aufmerksamkeit der Kinder
- Freundlicher Kundensupport beim Ticketkauf und bei Fragen
remove_circle Nachteile
- Einige Szenen wirken für jüngere Kinder zu schnell und können verwirren
- Sitzplätze im hinteren Bereich bieten eingeschränkte Sicht auf hohe Bühnenbilder
- Ticketpreis liegt über dem durchschnittlichen Familienbudget der Region
- Längere Wartezeit beim Einlass wegen zusätzlicher Sicherheitskontrollen
- Keine deutsche Übersetzung, das Stück wird nur in Russisch/Weißrussisch aufgeführt
- Der Saal ist während der Wintervorstellung etwas kühl, was kleinen Kindern unangenehm sein kann
Galerie
















Editor's Summary
Die Aufführung im Dramatiktheater der Weißrussischen Armee hat mich positiv überrascht. Die Inszenierung verknüpft Andersen’s Märchen mit modernen Bühnenelementen, sodass sowohl Kinder als 8‑Jährige als auch Erwachsene aufmerksam bleiben. Durch die kühle Beleuchtung entsteht eine winterliche Stimmung, die den Kern der Geschichte unterstreicht, und die Kostüme überzeugen mit feinen Details und gezielten Farbakzenten. Besonders gut gefällt mir die klare Akustik – Gesang und Dialoge sind deutlich zu hören – und die Laufzeit von rund 80 Minuten ist kindgerecht bemessen. Tipp: Plätze am Mittelgang früh buchen, um die Sicht auf die Szenenwechsel optimal zu haben.
Specifications
Kurz vor Neujahr laufen viele Weihnachtsaufführungen. Wir haben Karten für das Stück \"Die Schneekönigin\" (ab 4 Jahre) im Dramatiktheater der Weißrussischen Armee in Minsk bekommen.
Die Geschichte ist natürlich nicht neu – Generationen von Kindern sind damit aufgewachsen. Bisher habe ich sie nur in klassischer Bühnenform erlebt und bin mit meiner Tochter häufig zu solchen Klassikern gegangen. Dieses Mal durfte ich jedoch eine etwas andere Interpretation sehen.
Kurze Inhaltsangabe:
Ein klassisches Märchen von Hans‑Christian Andersen über die Kraft der Liebe und Freundschaft, das zeigt, wie Zuneigung selbst das kälteste Herz erwärmen kann. Das Dramatiktheater der Weißrussischen Armee präsentiert die Geschichte aus einem neuen Blickwinkel.
Veranstaltungsort – Dramatiktheater der Weißrussischen Armee, Belarus, Minsk
Weißrussland, Minsk, ul. Krasnoarmeiskaja, 3 (Zentraler Offiziershaus)
Die Anfahrt ist unkompliziert; das Theater befindet sich in unmittelbarer Nähe zur U‑Bahn‑Station Kupalowskaja/Oktjabrskaja.
Preis der Karten – 12,50 – 17,50 Belarus‑Rubel.
Wir saßen in der zweiten Reihe und haben jeweils 15 Rubel bezahlt.
Die gesamte Veranstaltung erstreckt sich über etwa 1,5 Stunden. Rund 20 Minuten entfallen auf das Unterhaltungsprogramm am Weihnachtsbaum mit dem Weihnachtsmann, anschließend geht es in den Zuschauerraum, wo das eigentliche Stück etwa eine Stunde dauert.
Unterhaltung am Weihnachtsbaum mit dem Weihnachtsmann findet im 2. Stock in Buffetnähe statt. Wegen der vielen Kinder war der Platz dort extrem knapp, sodass meine 11‑jährige Tochter nicht mitmachen konnte – sie musste von außen zuschauen. Die Gruppe bewegte sich dabei wie ein wilder Reigen.
Dennoch war alles hübsch dekoriert – ein kleiner Baum, eine Schneefotowand und Ähnliches.
Es war aber auch richtig unterhaltsam: Pirat, Weihnachtsmann, Schneefrau, verschiedene Spiele mit den Kids, und zufällig wurden drei Kinder ausgewählt, Gedichte vorzutragen – als Belohnung bekam jedes einen Lutscher.
Zuschauerraum ist relativ klein, doch überraschenderweise gibt es dort 365 Sitzplätze – vielleicht habe ich das übersehen, weil wir in der ersten Reihe saßen.
Der Saal war voll; ich weiß nicht, ob es einen Balkon gibt, aber im Parterre waren alle Plätze belegt.
Das Stück
Das Theaterstück war für mich ziemlich interessant und hat mir gefallen. Es war nicht langatmig, sodass ich keine gelangweilten Kinder sehen musste.
Alle Szenen wurden ohne Pause oder Unterbrechung präsentiert.
Moderne Spezialeffekte fehlen größtenteils, höchstens ein paar Schussszenen. Alle Figuren wurden von Schauspielern verkörpert, bis auf den Frühling – dieser erschien einfach auf einer Leinwand.
Ein wenig jugendlicher Slang hätte die Kinder noch stärker angesprochen.
Einige Zeilen richteten sich eindeutig an ein erwachsenes Publikum, sodass die Kinder nicht verstanden, worum es ging.
Schauspieler wurden gut ausgewählt und haben solide gespielt. Einziger Wermutstropfen: Kai und Gerda wirkten mir zu erwachsen, ich hätte jüngere Darsteller bevorzugt.
Die Schneekönigin wirkt ungewöhnlich; ihr Look hat mir gefallen – majestätisch, märchenhaft und stellenweise modern.
Die Piraten waren witzig, und einer von ihnen überzeugte besonders in seiner Szene.
Die Hauptfigur – die Piratin – hat die Aufgabe großartig gemeistert; meiner Tochter und mir hat diese Figur am besten gefallen.
Bühnenbild ist schlicht, wirkt aber gut und liebenswert.
Insgesamt hat mir das Stück gefallen, doch wir waren schon lange nicht mehr im Theater – ein direkter Vergleich war deshalb nicht möglich.



