Turbo-Oma raubt dem Typen sein … und verflucht ihn – der Anime, der 2024 den vierten Platz im Netflix‑Weltranking belegte. Für mich ein echter Cringe‑Moment.
add_circle Vorteile
- Atmosphärische Bildsprache mit lebendigen Farben, die jede Szene eindrucksvoll wirken lassen
- Starkes Opening, das sofort ins Ohr geht und die Stimmung der Serie perfekt einfängt
- Charaktere Momo und Ken sind klar definiert und entwickeln sich über die Episoden hinweg glaubwürdig
- Die Story verbindet Geisterjagd und Alien‑Mythos auf originelle Weise, was selten so gut funktioniert
- Emotionale Einbindung: Man fühlt mit, wenn die Protagonisten ihre Ängste und Träume offenbaren
- Hohe Produktionsqualität – flüssige Animationen und detailreiche Hintergründe
- Soundtrack unterstützt jede Szene, von ruhigen Momenten bis zu Action‑Sequenzen
remove_circle Nachteile
- Manche Cringe‑Momente wirken gezwungen und reißen aus der ansonsten packenden Story heraus
- Die Handlung springt an einigen Stellen zu schnell, sodass wichtige Details untergehen
- Einige Plot‑Löcher bleiben offen, besonders bei den Motivationen der Nebencharaktere
- Die deutsche Synchronisation ist nicht immer konsistent, was die Immersion stören kann
- Einige Episoden wirken überladen mit zu vielen übernatürlichen Konzepten gleichzeitig
- Die Länge der Serie (12 Folgen) lässt wenig Raum für tiefergehende Charakterentwicklung
- Untertitel‑Timing ist gelegentlich leicht verzögert, was das Leseerlebnis beeinträchtigt
Galerie






















































Editor's Summary
Als ich Dandadan das erste Mal gestartet habe, war ich ehrlich überrascht. Der Anime schaffte im vergangenen Jahr Platz 4 im weltweiten Netflix‑Ranking und taucht in zahllosen Top‑Listen auf – ein klares Zeichen für seine Popularität. Was mich besonders überzeugt, ist die gekonnte Kombination aus übernatürlichen Elementen und jugendlichem Humor. Trotz vereinzelter Cringe‑Momente bleibt die Spannung konstant, weil die Story überraschend witzige und gleichzeitig tiefgründige Momente liefert. Die Protagonisten Momo und Ken sind so unterschiedlich, dass ihre Interaktionen oft unerwartet komisch und emotional berührend sind. Zwar gibt es ein paar Ungereimtheiten im Plot und stellenweise zu schnelle Erzählabschnitte, doch die visuelle Umsetzung und die erzählerische Vielfalt machen Dandadan für mich zu einem Anime, der sowohl optisch als auch inhaltlich überzeugt und meiner Meinung nach die vollen fünf Sterne verdient.
Specifications
Hallo zusammen! Heute habe ich Lust, statt Filme Anime zu schauen, und bin dabei auf die Serie \"Dandadan\" gestoßen, die in den Empfehlungen auftauchte. Die Produktion erreichte im letzten Jahr den vierten Platz im weltweiten Netflix‑Ranking, taucht in unzähligen Top‑Listen auf und gilt als einer der besten Anime des Jahres 2024. Beim ersten Anlauf war ich völlig überrascht – so sehr, dass ich mehrmals das Bedürfnis verspürte, den Stream abzubrechen. Im Folgenden schildere ich, warum ich letztlich dranbleiben musste und warum ich dem Werk die volle Punktzahl von fünf Sternen gebe.
Handlung.
Irgendwo in Japan treffen zwei ungewöhnliche Jugendliche aufeinander. Momo Ayase ist fest davon überzeugt, dass Geister existieren – ihre Großmutter, eine erfahrene Exorzistin, hat ihr das seit Kindheitstagen erzählt. Ken Takakura dagegen ist überzeugt, dass Außerirdische unbemerkt unter den Menschen leben. Zu Beginn widersprechen sie einander: Momo zweifelt an Kens Theorie, Ken an Momos. Doch Momo kennt die Orte, an denen Geister hausen, und Ken hat von den Verstecken der Außerirdischen gehört. Gemeinsam begeben sie sich zu diesen geheimnisvollen Plätzen und jeder entdeckt etwas, das er bislang für unmöglich hielt. Das Aufeinandertreffen mit den übernatürlichen Wesen verläuft jedoch keineswegs friedlich. Die Außerirdischen wollen Momo ausnutzen, weil ihr Planet keine Frauen kennt und sie sich fortpflanzen müssen.
Die Serie kombiniert auf überraschende Weise das Genre des Urban‑Fantasy‑Abenteuers mit einer Prise schwarzem Humor. Was mir besonders aufgefallen ist, ist die Art, wie die beiden Hauptcharaktere trotz ihrer gegensätzlichen Weltanschauungen einander ergänzen. Momos unerschütterlicher Glaube an das Übersinnliche führt sie zu abgelegenen Tempeln, verlassenen Friedhöfen und verfallenen Schreinen, wo die Atmosphäre fast greifbar wird. Ken hingegen nutzt sein technisches Know‑how, um versteckte Satellitenanlagen und geheime Laboratorien aufzuspüren. Die Gegensätze erzeugen nicht nur Spannung, sondern auch zahlreiche komische Momente, die das Ganze locker und unterhaltsam halten.
Ein weiteres Highlight ist die Darstellung der übernatürlichen Gegner. Die Geister, die Momo jagt, sind nicht die klischeehaften, durchsichtigen Gestalten, die man aus klassischen Horror‑Animes kennt, sondern wirken oft fast schon poetisch, mit detailreichen Designs, die an traditionelle japanische Kunst erinnern. Die Außerirdischen dagegen sind bewusst absurd gestaltet – sie wirken wie missratene Experimente aus einem Sci‑Fi‑Film, was die absurde Prämisse, dass ihr Planet keine Frauen kennt, noch stärker betont. Dieser Mix aus ernsthaften und ironischen Elementen sorgt dafür, dass die Serie nie zu schwerfällig wird.
Was die Animation angeht, überzeugt \"Dandadan\" durch einen klaren, farbintensiven Stil, der sich von den meisten Mainstream‑Produktionen abhebt. Die Hintergründe sind detailreich und vermitteln ein starkes Gefühl von Ort und Atmosphäre. Besonders die Szenen, in denen die Protagonisten durch neblige Wälder oder über neonbeleuchtete Stadtlandschaften laufen, haben einen hohen Wiedererkennungswert. Die Bewegungsabläufe der Charaktere sind flüssig, und die Action‑Sequenzen – vor allem die Kämpfe gegen die außerirdischen Wesen – sind dynamisch choreografiert, ohne dabei an Übersichtlichkeit zu verlieren.
Die Charakterentwicklung ist ein weiterer Pluspunkt. Momo beginnt als etwas naiver, aber entschlossener Teenager, der fest an das glaubt, was ihre Großmutter ihr beigebracht hat. Im Verlauf der Serie lernt sie, dass nicht jedes übernatürliche Phänomen sofort gefährlich sein muss, und entwickelt ein feineres Gespür für Gefahr und Vertrauen. Ken hingegen, zunächst der skeptische Rationalist, muss sich eingestehen, dass nicht alles mit Logik erklärt werden kann. Ihre gegenseitige Entwicklung wird durch Dialoge unterstützt, die nicht nur informativ, sondern auch humorvoll sind – ein gutes Beispiel dafür, wie das Drehbuch die Balance zwischen Ernst und Leichtigkeit hält.
Ein Aspekt, der oft übersehen wird, ist der Soundtrack. Die Hintergrundmusik wechselt gekonnt zwischen mystischen, fast meditativen Klängen in den Geister‑Sequenzen und pulsierenden, elektronischen Beats, wenn die Außerirdischen ins Spiel kommen. Die Titelmelodie bleibt im Kopf und wird von einem eingängigen J‑Pop‑Song begleitet, der die Stimmung der Serie perfekt einfängt. Auch die Soundeffekte, etwa das Flüstern von Geistern oder das Summen von Raumschiffen, sind detailreich und tragen zur Immersion bei.
In puncto Preis‑Leistung ist die Serie ein klarer Gewinn. Sie ist im Netflix‑Abo enthalten, sodass keine zusätzlichen Kosten anfallen, und liefert dafür ein rundum gelungenes Erlebnis – von Story über Animation bis hin zu Sound. Die Lieferung des Streams ist stabil, und die Bildqualität bleibt durchgehend hoch, selbst bei schnellen Action‑Szenen. Die Verarbeitung der Episoden, also das Schneiden und das Timing der einzelnen Szenen, ist professionell und lässt keinen Raum für Langeweile.
Die Bedienung der Plattform ist selbstverständlich intuitiv, und das Finden der einzelnen Episoden gestaltet sich unkompliziert. Sollte man einmal eine Folge verpasst haben, ist das Zurückspulen und Wiederholen ein Kinderspiel. Der Kundensupport von Netflix hat ich nicht aktiv in Anspruch genommen, aber aus Erfahrungswerten weiß ich, dass er bei Problemen schnell reagiert – ein weiterer Pluspunkt für das Gesamterlebnis.
Ein möglicher Kritikpunkt könnte die teilweise überladene Storyline sein. Da sowohl Geister‑ als auch Alien‑Elemente gleichzeitig behandelt werden, kann es an manchen Stellen etwas hektisch wirken. Dennoch schafft es die Serie, durch klare Strukturierung und gezielte Spannungsbögen, den Überblick zu behalten. Die Rückgabe‑Optionen von Netflix spielen hier keine Rolle, da es sich um ein Streaming‑Produkt handelt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass \"Dandadan\" ein gelungener Mix aus übernatürlichem Abenteuer, Sci‑Fi‑Absurdität und humorvoller Charakterzeichnung ist. Die Serie hält, was sie verspricht: Sie liefert spannende Momente, lässt aber gleichzeitig genug Raum für Lacher und nachdenkliche Szenen. Die fünf von fünf Sternen, die ich ihr gebe, spiegeln meine Begeisterung wider – nicht nur, weil die Serie im Netflix‑Weltranking so hoch rangiert, sondern weil sie mich persönlich durchweg gefesselt hat. Wer nach einem Anime sucht, der sowohl visuell als auch inhaltlich etwas zu bieten hat, sollte \"Dandadan\" definitiv auf die Watchlist setzen.
